Hundemüde? Wie viel Schlaf ist für Hunde und Katzen richtig und wichtig?

2022-03-18 07:46:00 / Aktivitäten / Kommentare 0

Hundemüde oder „fauler Hund“? Hunde schlafen viel, manche mehr manche weniger. Wie viel Schlaf ist wichtig in welcher Lebensphase? Und wie viel Ruhe brauchen Katzen? Wir lesen entspannt nach.

Schlafen, fressen, toben – ein wunderbares Welpenleben

Die kleinen Hundebabys brauchen natürlich besonders viel Schlaf, denn sie sind noch im Wachstum. Dabei wachsen nicht nur Knochen und Zähne, sondern auch das Nervensystem, das Gehirn und alles, was man zum erwachsenen Hundeleben braucht.

Also keine Frage: Welpen dürfen 20 Stunden am Tag schlafen. Weil tagsüber die Neugier aufs Leben so gross ist, „fallen“ sie oft fast ins Bettchen vor lauter Müdigkeit. Wichtig ist also, die Rückzugsmöglichkeiten und Ruhephasen von Anfang an zu respektieren und auch zu organisieren. Zwar brauchen Welpen Nähe, aber trotzdem sollte das Bettchen nicht mitten Im Trubel stehen, sondern lieber in einer ruhigen Ecke.

Erwachsene Hunde schlafen, träumen und dösen

Der Schlaf von erwachsenen Hunden ist nicht mit dem eines Menschen zu vergleichen. Auch in Erwachsenenalter schläft ein Hund bis zu 20 Stunden. Doch muss man unterscheiden zwischen Schlafen, Dösen und Träumen.

Wenn ein Hund träumt, ist das oft recht laut und wild anzusehen. Da wird gestrampelt, geknurrt oder gewinselt. Und jeder weiss, dass in dieser Zeit der kleine Liebling ganz weit im Land der Träume ist. Diese Phase heisst REM-Phase, das hat sicher jeder schon mal gehört. Aber wer weiss, wofür das steht? Für „Rapid Eye Movement“! Und das kann man tatsächlich beobachten, dass die Augen sich ganz schnell bewegen, manchmal sogar halb offen sind.

Und noch mehr Angeberwissen: Man sollte tatsächlich lieber „keine schlafenden Hunde wecken“, wie das Sprichwort sagt. Es kann nämlich sein, dass der Wauzi sich so erschreckt, dass er schnappt.

„Ich schlaf nicht, ich hab‘ nur die Augen zu“

Genug geträumt … die meiste Zeit am Tag wundern wir uns doch, dass der oder die Süsse ganz grade friedlich in seinem Bettchen liegt, wir gehen nur kurz in die Küche – und schwupp, schon steht er neben uns, ob nicht etwas abfällt. Bei Katzen ist das auch oft so.

Das ist auch ganz normal. Die meiste Zeit am Tag dösen die Hunde und haben ein halbes Ohr bei uns. Leicht erklärbar ist das durch die biologische Herkunft: Der Wolf in der Wildnis könnte sich ja nicht leisten, den halben Tag tief und fest zu schlafen – da hätte der ein oder andere Feind dann doch mal zugeschnappt. Daher musste immer ein wenig aufgepasst werden.

Die „Hab-Acht-Gene“ haben natürlich einige Hunderassen auch heute noch. Alles, was Hütehund- oder Schäferhund-Herkunft hat, kann sich nicht so einfach einkuscheln und Fünfe grade sein lassen. Man hat ja schliesslich seine Aufgabe!

Interessanterweise ist umgekehrt bei kleineren Rassen (den Dackel mal ausgenommen) öfter im Charakter verankert, einfach nett und da zu sein. Der Begriff „Schosshündchen“ kommt also nicht von ungefähr. Und auch das ist eine „Lebensaufgabe“.

Jeder Hund kann schlafen lernen?

Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Wer zu wenig schläft, ist nervös, leichter reizbar und aggressiv. Zudem arbeitet das Immunsystem nicht so gut und man kann sich leichter Krankheiten einfangen. Das gilt genauso für Menschen wie für Hunde!

Wie können wir also unseren Hunden und Katzen mehr Ruhe gönnen, die sie wirklich brauchen.

Entspannte Tipps für Schlafmützen!

  1. Privacy please: Das Hundebett in einer ruhigen Ecke aufstellen, nicht im Flur oder nahe der Treppe. Es soll ein Rückzugsort sein. Für Hunde, die Schwierigkeiten haben abzuschalten, ist vielleicht eine Box das Richtige. Und bitte auch als Mensch die Privatsphäre respektieren und (gerade Kindern) klar machen: Das ist das „Haus“ von Luna, Sammy oder Paul, und man sollte erst mal „klingeln“, wenn man rein will: also sich langsam nähern und nicht plötzlich ins Bettchen fassen.
  • Wie auf Wolke 7 immer weich und kuschlig? Nicht immer muss das Bettchen möglichst fluffig sein. Gerade ältere Hunde haben oft Probleme mit den Gelenken und können sich auf weichem Untergrund nicht mehr so gut hochrappeln, wenn sie länger geschlafen haben. Daher kann es sein, dass ältere Hunde oder Hunde mit Gelenkproblemen sich nicht mehr gerne in ein kleines Bettchen rollen, sondern lieber eine Hundedecke haben. Vielleicht wäre auch ein orthopädisches Bett aus speziellem „Memory-Schaum“ gut? Mal den Doc oder den Fachhändler fragen.
  • Aufgekratzt oder unausgelastet? Das ist die schwierige Frage. Oft wird ein Hund, der aktiv ist und das Bällchen bringt, für unausgelastet gehalten. Doch manchmal kommt diese Quirligkeit schon von Schlafmangel. Also statt Bällchen werfen lieber den Liebling ins Bettchen schicken. Und konsequent bleiben. So ähnlich wie mit kleinen Kindern, die keinen Mittagsschlaf machen möchten. Eigentlich sind nachher doch alle glücklicher ;o)
  • Richtige Ernährung: Das kennen wir alle am eigenen Leib. Sind Magen und Darm nicht im Gleichgewicht, kann man auch nicht ruhig schlafen. Also bitte darauf achten, ob der Hund im Schlaf viel „Winde“ von sich gibt, ob Magen und Darm Geräusche machen … Kann der Hund überhaupt fünf Stunden durchschlafen oder muss er wegen der Verdauung oft raus? Auch häufiges Lecken der Pfoten kann auf eine Futter-Unverträglichkeit hinweisen und dazu führen, dass der Liebling nicht zur Ruhe kommt.
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Wie geruhen Samtpfoten zu ruhen?

Gefühlt schlafen Katzen ja noch mehr als Hunde und nehmen sich einfach den Ort, den sie für geeignet und komfortabel genug halten. Doch während Hunde bis zu 20 Stunden schlafen (gerade ältere und kranke) sind Freigänger-Katzen durchaus viel unterwegs und bringen es „nur“ auf 16 bis 18 Stunden Schlaf am Tag.

Auch bei Katzen gilt: Katzen brauchen genug Schlaf, um nicht nervös oder krank zu werden. Da Katzen ja selten allein gehalten werden, bitte immer darauf achten, dass jede Mieze ihren eigenen Rückzugsort hat. Aber das nehmen sie sich wohl meistens selbst – und wenn es in der frischen Wäsche ist oder bei den Cashmere-Pullis.

Und auch hier schlagen die Gene durch: Denn, obwohl unsere verwöhnten Stubentiger sich nicht um Nahrung kümmern müssen, sind sie besonders zur Abenddämmerung und wenn es morgens hell wird, also zu Jagd-Zeiten aktiv. Davon kann wohl jeder Dosenöffner ein Lied singen … Also denkt morgen früh um 5 Uhr daran, wenn die Mieze euch wachmaunzt: Das süsse Tierchen kann ja nichts dafür, das sind die Gene!

Wir wünschen allen Fellschlafmützen einen murmel-friedlichen Schlaf und süsse Träume!